{"id":40,"date":"2018-03-26T12:00:09","date_gmt":"2018-03-26T10:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/koge.ch\/?p=40"},"modified":"2018-08-08T11:57:22","modified_gmt":"2018-08-08T09:57:22","slug":"auf-dem-weg-zur-lernenden-organisation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/koge.ch\/fr\/auf-dem-weg-zur-lernenden-organisation\/","title":{"rendered":"Auf dem Weg zur lernenden Organisation &#8211; das Beispiel der Heilsarmee"},"content":{"rendered":"\r\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-984 size-medium\" src=\"https:\/\/koge.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/learning-org-300x171.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"171\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Die KoGe m\u00f6chte die Entwicklung der Werke und ihrer S\u00fcdpartner hin zu lernenden Organisationen f\u00f6rdern. Dies haben die Partnerwerke in der KoGe-Strategie 2017-2020 festgelegt. Ich habe mit Sarah Makanjera dar\u00fcber gesprochen, wie sich die Heilsarmee auf diesen Weg begeben hat, und sie gefragt, inwiefern sie als Organisation von der KoGe Begleitung, Unterst\u00fctzung und Inspiration erhalten hat.<\/strong><!--more-->\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<strong><em>Madeleine Bolliger (Koordinatorin KoGe):\u00a0<\/em><\/strong><em>Ich beobachte, dass sich die Heilsarmee Schweiz und vor allem die Abteilung Internationale Entwicklung mehr und mehr hin zu einer lernenden Organisation entwickelt. Ist das ein bewusster Entscheid von euch?<\/em>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<strong>Sarah Makanjera:<\/strong>\u00a0Das Schl\u00fcsselwort ist f\u00fcr mich Partnerschaft! Der bewusste Entscheid, den wir gef\u00e4llt haben, war, dass wir uns unseren Partnern gegen\u00fcber mehr \u00f6ffnen wollten. Ohne gleichwertige Partnerschaften gibt es kein wirkliches gemeinsames Lernen. Die Basis f\u00fcr Partnerschaften auf gleicher Augenh\u00f6he ist Vertrauen.\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<em>Das Thema Partnerschaft ist ja auch ein Thema der Fachgruppe Capacity Development.<\/em>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\nDas stimmt. Wir haben es sehr begr\u00fcsst, dass die Fachgruppe das Thema Partnerschaft in ihr Programm aufgenommen hat. Zurzeit entwickeln wir mit unseren Partnern sogenannte Partnership Goals, deren Erreichung wir monitoren werden. Man k\u00f6nnte fast sagen: Als Werk sind wir im Moment ein bisschen das Labor der KoGe zum Thema Partnerschaft.\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<em>Wie sieht denn euer Weg hin zu einer lernenden Organisation aus?<\/em>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\nF\u00fcr mich war ein Meilenstein, dass wir das sogenannte Partners Meeting ins Leben gerufen haben. Wir gehen immer in den S\u00fcden und schauen uns dort die Arbeit an. Das wollten wir umkehren. Wir wollten, dass f\u00fcr einmal alle Partner zu uns kommen. Unser Ziel war insbesondere eine bessere Mitbestimmung. Die Partner sollten unseren Arbeitskontext besser kennenlernen und auch dazu ermuntert werden, uns ein Feedback zu geben. 2015 konnten wir dank KoGe-Mitteln ein erstes strukturiertes Meeting organisieren mit dem Ziel, eine gemeinsame Theory of Change f\u00fcr unser neues Programm auszuarbeiten. Das war das erste Mal f\u00fcr unsere Partner, dass sie auf unser Programm so direkt Einfluss nehmen konnten.\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\nInzwischen organisieren wir das Treffen alle zwei Jahre. Man merkt, wie sich die Partnerschaft in dieser Zeit ver\u00e4ndert hat. Am ersten Meeting waren unsere Partner noch sehr zur\u00fcckhaltend. Unterdessen sind die Partner voll dabei! Zum Beispiel gibt es ein echtes Ownership bez\u00fcglich unseres neuen Programmes.\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<em>Anl\u00e4sslich eures Partners Meetings 2017 stand das Story Telling im Zentrum, was ich interessant finde. Ich habe gelesen, dass ihr bei der Einladung alle Territorien damit beauftragt habt, vor dem Workshop drei Stories einzusenden. Das t\u00f6nt nach einem sehr spannenden Prozess!<\/em>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\nDas stimmt! Wir haben am letztj\u00e4hrigen Partners Meeting im September 2017 eine gemeinsame Weiterbildung zur Most Significant Change-Methode (MSC) organisiert. Die Methode war in der Fachgruppe Capacity Development vorgestellt worden und hat uns sofort interessiert. Anf\u00e4nglich haben wir MSC ohne Schulung eingef\u00fchrt. Bald schon aber haben wir realisiert, dass die Methode f\u00fcr uns alle neu war, und wir Training brauchten. MSC ist ein sch\u00f6nes Beispiel daf\u00fcr, was gemeinsames Lernen f\u00fcr uns bedeutet, bzw. wann es besonders erfolgreich ist: n\u00e4mlich dann, wenn wir \u2013 Norden und S\u00fcden gemeinsam \u2013 neues Wissen aufbauen! Beim Partners Meeting 2017 haben unsere S\u00fcdpartner gemerkt: MSC ist auch f\u00fcr das CH-Team neu. F\u00fcr einmal sassen wir alle in der gleichen Weiterbildung und haben gemeinsam gelernt.\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<em>Wie sieht denn f\u00fcr dich eine lernende Organisation aus?<\/em>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"is-regular-text\">Unser Ziel ist es, dass sich unsere Partner vernetzen, und sie einander in ihrer Arbeit gegenseitig helfen und sich direkt unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Meine Vision ist, dass Projektleute aus dem S\u00fcden sich auf unkomplizierte Art und Weise austauschen k\u00f6nnen. Wir sind zwar eine internationale Organisation, aber wir haben eine hierarchische Struktur. Das f\u00fchrt dazu, dass Vernetzung und Austausch nicht automatisch geschieht, sondern ein St\u00fcck weit bewusst gef\u00f6rdert werden muss. Wir sagen: Hierarchie heisst nicht, dass eine Vernetzung auf Augenh\u00f6he nicht m\u00f6glich ist! Gerade zwischen Projekten ist eine S\u00fcd-S\u00fcd-Vernetzung besonders wichtig. So wollen wir zum Beispiel vermehrt eine direkte Kommunikation zwischen Projektverantwortlichen im S\u00fcden f\u00f6rdern. Es wird bei der Heilsarmee in Zukunft mehr Communities of Practice geben, daf\u00fcr haben wir uns eingesetzt. Wir wollen auch, dass S\u00fcdpartner mit einer besonderen Expertise andere Partner coachen. Das w\u00e4r doch mal was anderes!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<em>Das ist spannend. Es reflektiert ja auch das, was wir in der KoGe machen: Uns vernetzen, voneinander lernen und gemeinsam einen Fachaustausch pflegen!<\/em>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\nGenau! Vernetzung ist \u00fcbrigens auf allen Ebenen wichtig. Ein k\u00fcrzliches Beispiel: Eine Delegation aus Kenia hat anl\u00e4sslich von Meetings in Schweden und der Schweiz erlebt, wie wir hier in Europa gemeinsame Pausen pflegen. Bei der Heilsarmee in Bern zum Beispiel sitzen wir als Team in der Pause alle an einem Tisch und tauschen uns aus. Bei ihnen in Kenia gab es keine gemeinsame Pause, jeder hat sich einen Kaffee geholt. Nun haben sie bewusst einmal pro Woche eine gemeinsame Kaffeepause eingef\u00fchrt. Sie haben f\u00fcr sich entschieden: Vernetzung ist auch innerhalb des Teams wichtig!\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/koge.ch\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/01_Geschichte-Kibrom_final.pdf\">Blog als PDF<\/a>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<em>Ich danke\u00a0Sarah Makanjera\u00a0f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/em>\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die KoGe m\u00f6chte die Entwicklung der Werke und ihrer S\u00fcdpartner hin zu lernenden Organisationen f\u00f6rdern. Dies haben die Partnerwerke in der KoGe-Strategie 2017-2020 festgelegt. 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